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Wie viel CO₂ spart man, wenn man Stahldraht durch PlasLOC+ ersetzt?

Ein praktischer Vergleich für Recyclingunternehmen und WtE-Anlagen

Verwenden Sie Stahldraht zum Abbinden von Ballen? Dann kann der Umstieg auf PlasLOC+ Ihre CO₂-Emissionen deutlich senken.

Bei einem Jahresverbrauch von 10.000 kg Stahldraht sparen Sie mit PlasLOC+ schätzungsweise 5,1 bis 20,1 Tonnen CO₂ pro Jahr. Die genaue Einsparung hängt von der Art des verwendeten Stahldrahts, dem Drahtverbrauch, dem Ballengewicht und den Einstellungen Ihrer Ballenpresse ab.

Diese Bandbreite ist wichtig. Stahldraht kann auf unterschiedliche Weise hergestellt werden. Stahl aus der klassischen BOF-Route hat eine höhere CO₂-Belastung als Stahl aus der EAF-Route, bei der mehr Schrott und Strom eingesetzt werden.

In diesem Blog erklären wir, wie die Berechnung funktioniert, warum PlasLOC+ weniger Materialgewicht benötigt und wann dieser Kunststoff-Pressendraht eine geeignete Alternative zu Stahldraht sein kann.

Warum PlasLOC+ weniger Materialgewicht benötigt

Ein Kilogramm Stahldraht mit einem Kilogramm Kunststoffdraht zu vergleichen, führt zu keinem richtigen Ergebnis.

PlasLOC+ besteht aus 100 % recyceltem PET. Das Material ist leichter als Stahl. Dadurch erhalten Sie aus einem Kilogramm Material mehr Meter Draht.

Laut aktueller Produktinformation liefert PlasLOC+ etwa 3 bis 4 Mal mehr Meter pro Kilogramm als Stahldraht. Sie ersetzen also nicht einfach 1.000 kg Stahldraht durch 1.000 kg PlasLOC+.

Die CO₂-Einsparung entsteht durch zwei Faktoren:

  • PlasLOC+ besteht aus recyceltem PET.

  • Für die gleiche Drahtlänge wird weniger Materialgewicht benötigt.

Für Unternehmen mit einem hohen Jahresverbrauch an Pressendraht macht das schnell einen großen Unterschied.

Welche CO₂-Werte verwenden wir?

Für diesen Vergleich verwenden wir die Werte aus der PlasLOC+-Dokumentation.

Material

CO₂-Emissionen pro Tonne Material

Stahldraht über BOF-Route

± 2.200 kg CO₂ pro Tonne

Stahldraht über EAF-Route

± 700 kg CO₂ pro Tonne

PlasLOC+ aus recyceltem PET

± 700 kg CO₂ pro Tonne

BOF steht für Basic Oxygen Furnace. Dies ist die klassische Stahlroute auf Basis von Eisenerz. Diese Route verursacht in der Regel höhere CO₂-Emissionen.

EAF steht für Electric Arc Furnace. Dabei wird mehr mit Schrott und Strom gearbeitet. Diese Route verursacht in der Regel niedrigere CO₂-Emissionen.

Da nicht immer klar ist, über welche Route der aktuell verwendete Stahldraht hergestellt wurde, rechnen wir mit beiden Szenarien. So entsteht eine realistische Bandbreite.

Beispiel: 10.000 kg Stahldraht pro Jahr

Angenommen, Sie verwenden jährlich 10.000 kg Stahldraht für Ihre Ballenpressen.

Da PlasLOC+ 3 bis 4 Mal mehr Meter pro Kilogramm bietet, rechnen wir in diesem Beispiel mit:

10.000 kg Stahldraht → 2.700 kg PlasLOC+

Dies ist ein Rechenbeispiel. Das genaue Verhältnis hängt von Anwendung, Ballengewicht, Anzahl der Drähte pro Ballen und Maschineneinstellungen ab.

Szenario 1: Ersatz von BOF-Stahldraht

Bei BOF-Stahldraht rechnen wir mit 2,2 kg CO₂ pro kg Stahl.

Stahldraht:
10.000 kg × 2,2 kg CO₂ = 22.000 kg CO₂

PlasLOC+:
2.700 kg × 0,7 kg CO₂ = 1.890 kg CO₂

Geschätzte Einsparung:
22.000 - 1.890 = 20.110 kg CO₂ pro Jahr

Das entspricht einer Reduktion von etwa 91 %.

Szenario 2: Ersatz von EAF-Stahldraht

Bei EAF-Stahldraht rechnen wir mit 0,7 kg CO₂ pro kg Stahl.

Stahldraht:
10.000 kg × 0,7 kg CO₂ = 7.000 kg CO₂

PlasLOC+:
2.700 kg × 0,7 kg CO₂ = 1.890 kg CO₂

Geschätzte Einsparung:
7.000 - 1.890 = 5.110 kg CO₂ pro Jahr

Das entspricht einer Reduktion von etwa 73 %.

Was bedeutet das bei einem höheren Jahresverbrauch?

Bei 10.000 kg Stahldraht pro Jahr liegt die geschätzte Einsparung also zwischen 5,1 und 20,1 Tonnen CO₂ pro Jahr. Verwenden Sie mehr Stahldraht? Dann steigt die Einsparung entsprechend.

Jahresverbrauch Stahldraht

Einsparung gegenüber EAF-Stahl

Einsparung gegenüber BOF-Stahl

10.000 kg

± 5,1 Tonnen CO₂

± 20,1 Tonnen CO₂

25.000 kg

± 12,8 Tonnen CO₂

± 50,3 Tonnen CO₂

50.000 kg

± 25,6 Tonnen CO₂

± 100,6 Tonnen CO₂

Diese Zahlen dienen als Rechenbeispiel. Für eine genaue Berechnung betrachten wir Ihren tatsächlichen Drahtverbrauch, die Anzahl der Drähte pro Ballen, das Ballengewicht und die Einstellungen Ihrer Ballenpresse.

Warum die Einsparung je nach Situation unterschiedlich ist

Die CO₂-Einsparung ist nicht für jedes Unternehmen gleich. Das liegt an mehreren praktischen Faktoren.

Art des Stahldrahts
Verwenden Sie Stahldraht mit hoher CO₂-Belastung, zum Beispiel BOF-Stahl? Dann ist die Einsparung größer. Verwenden Sie Stahldraht aus der EAF-Route? Dann ist die Einsparung geringer, aber immer noch deutlich sichtbar.

Jahresverbrauch
Je mehr Stahldraht Sie verwenden, desto größer ist die absolute Differenz bei den CO₂-Emissionen.

Maschineneinstellungen
Das Verhältnis zwischen Stahldraht und PlasLOC+ hängt von Ihrer Ballenpresse ab. Dazu gehören Drahtzuführung, Spannung, Knotenbildung und Schneideinstellung.

Ballengewicht und Materialstrom
Schwerere oder schärfere Materialströme stellen andere Anforderungen an den Draht. Deshalb muss immer geprüft werden, ob PlasLOC+ technisch zur Anwendung passt.

Mehr als nur CO₂-Reduktion

CO₂ ist wichtig. Im täglichen Betrieb zählen aber auch Sicherheit, Wartung und Zuverlässigkeit.

Keine Korrosion
Stahldraht kann oxidieren, besonders bei Lagerung in feuchten Umgebungen. PlasLOC+ besteht aus PET und wird nicht durch Korrosion angegriffen. Das unterstützt eine stabile Lagerung und Verarbeitung.

Sauberer in der Anwendung
Stahldraht kann ölig oder verschmutzt sein. PlasLOC+ hat eine saubere Oberfläche. Dadurch bleiben Arbeitsfläche, Hände, Maschinen und Materialströme sauberer.

Sicherer für Bediener
Stahldraht hat scharfe Enden. Diese können bei der Handhabung oder beim Entfernen des Drahts Schnittverletzungen verursachen. PlasLOC+ hat keine scharfen Stahlkanten. Das macht das Material angenehmer und sicherer im Gebrauch.

Weniger Verschleiß in der Ballenpresse
Bei Stahldraht entsteht Metall-auf-Metall-Kontakt in führenden, schneidenden und rotierenden Bauteilen. PlasLOC+ kann den Verschleiß dieser Teile reduzieren. Das kann helfen, Wartung und Stillstand zu begrenzen.

Weniger Lagerplatz pro Meter Draht
Da PlasLOC+ mehr Meter pro Kilogramm liefert, benötigen Sie weniger Gewicht für die gleiche Drahtlänge. Das kann Transport, Handling und Lagerung vereinfachen.

Passt PlasLOC+ auf bestehende Ballenpressen?

In vielen Fällen kann PlasLOC+ auf bestehenden Single-Ram-Ballenpressen eingesetzt werden. Große Anpassungen sind meistens nicht erforderlich. Kleine Einstellungen können jedoch notwendig sein.

Dazu gehören:

  • Drahtzuführung;

  • Spannung;

  • Knotenbildung;

  • Schneideinstellung;

  • Ballengewicht;

  • Anzahl der Drähte pro Ballen;

  • Materialstrom.

Deshalb betrachten wir immer die Kombination aus Maschine, Material und gewünschter Ballenstabilität. Ein Umstieg muss nicht nur rechnerisch passen. Der Draht muss auch zuverlässig im Prozess laufen.

Für welche Anwendungen ist PlasLOC+ geeignet?

PlasLOC+ ist besonders interessant für Recyclingunternehmen und Entsorger, die mit automatischen Ballenpressen arbeiten.

Typische Materialströme sind:

  • RDF;

  • SRF;

  • Kunststoffe;

  • Papier und Karton;

  • gemischte Recyclingströme;

  • Materialströme für Waste-to-Energy.

In RDF-, SRF- und WtE-Prozessen kann PlasLOC+ interessant sein, weil es Metall in der Abbindung ersetzt. Ob dies in Ihrem Prozess Vorteile bringt, hängt von der Anlage, den Annahmekriterien und den Anforderungen des Endverwerters ab.

PlasLOC+ kann helfen, metallbezogene Prozessschritte oder Restströme zu reduzieren. Die Anwendung muss jedoch immer pro Prozess bewertet werden.

Wann bleibt Stahldraht notwendig?

PlasLOC+ ist nicht automatisch die richtige Wahl für jede Ballenpresse oder jeden Materialstrom.

Stahldraht kann notwendig bleiben bei:

  • sehr schweren Ballen;

  • scharfen oder stark verschmutzten Materialströmen;

  • älteren Knoteneinheiten, die nicht gut mit Kunststoff-Profildraht arbeiten;

  • Anwendungen mit spezifischen Anforderungen an die Zugfestigkeit;

  • Endverwertern, die ausschließlich Stahldraht akzeptieren.

Deshalb beginnt ein Umstieg immer mit einer technischen Bewertung. Wir prüfen Anwendung, Verarbeitung, Maschine und Planung. Danach bestimmen wir, ob PlasLOC+ passt.

Fazit: Wie viel CO₂ spart man mit PlasLOC+?

Bei einem Jahresverbrauch von 10.000 kg Stahldraht sparen Sie mit PlasLOC+ schätzungsweise:

  • ± 5,1 Tonnen CO₂ pro Jahr gegenüber EAF-Stahldraht;

  • ± 20,1 Tonnen CO₂ pro Jahr gegenüber BOF-Stahldraht.

Bei höherem Verbrauch steigt die Einsparung weiter. Verwenden Sie zum Beispiel 50.000 kg Stahldraht pro Jahr, kann die Einsparung je nach Stahldrahttyp auf etwa 25,6 bis 100,6 Tonnen CO₂ pro Jahr steigen.

Zusätzlich bietet PlasLOC+ praktische Vorteile im Prozess. Das Material korrodiert nicht, ist sauber in der Anwendung, hat keine scharfen Stahlenden und liefert mehr Meter pro Kilogramm.

Möchten Sie wissen, was PlasLOC+ in Ihrer Situation leisten kann? Senden Sie uns Ihre Spezifikationen. Wir prüfen Maschine, Drahtverbrauch, Ballengewicht und Anwendung. So erhalten Sie ein klares Bild der technischen Machbarkeit und der möglichen CO₂-Einsparung.

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