Bereits Anfang des Jahres haben wir über die Einführung der CBAM-Abgabe berichtet – die neue europäische CO₂-Regelung, die ab 2026 in Kraft tritt. Jetzt können wir einen wichtigen Schritt bekanntgeben: Metalwire wurde offiziell als zugelassener CBAM-Anmelder von der niederländischen Emissionsbehörde (NEa) bestätigt. Damit erfüllen wir alle europäischen Anforderungen für die Registrierung und Berichterstattung von CO₂-Emissionen bei der Einfuhr von Stahl- und Aluminiumprodukten.
Da wir nun als zugelassener CBAM-Anmelder anerkannt sind, ändert sich an unserer Liefersicherheit nichts. Wir können weiterhin Materialien von außerhalb Europas importieren – vollständig im Einklang mit den neuen Vorschriften. Unternehmen ohne CBAM-Zulassung dürfen ab 2026 keine Stahl- oder Aluminiumprodukte mehr aus Nicht-EU-Ländern einführen. In der Praxis bedeutet das: Sendungen können an der Grenze oder im Hafen gestoppt werden. Für unsere Kunden besteht dieses Risiko nicht.
CBAM kurz erklärt – ein Überblick
CBAM, ausgeschrieben Carbon Border Adjustment Mechanism, ist die neue europäische CO₂-Abgabe auf importierte Produkte mit hoher Emissionsintensität – darunter vor allem Stahl und Aluminium.
Das Ziel: faire Wettbewerbsbedingungen zwischen europäischen Produzenten, die bereits für ihre Emissionen zahlen, und Lieferanten außerhalb der EU.
Seit Ende 2023 gilt für Importeure eine Berichtspflicht über die mit ihren Waren verbundenen Emissionen. Ab 2026 wird die Abgabe finanziell wirksam. Nur Unternehmen mit einer offiziellen CBAM-Zulassung dürfen dann noch Stahl- und Aluminiumprodukte aus Nicht-EU-Ländern importieren.
Was bedeutet die Zulassung für Metalwire?
Die Zulassung bestätigt, dass Metalwire alle europäischen Anforderungen für die Einfuhr von Stahl- und Aluminiumprodukten erfüllt.
Als zugelassener CBAM-Anmelder dürfen wir diese Produkte auch nach Einführung des Systems weiter importieren – etwas, das ohne Zulassung nicht mehr möglich ist.
Dazu haben wir unsere internationalen Lieferanten sorgfältig überprüft und die bei der Produktion entstehenden CO₂-Emissionen nachvollziehbar dokumentiert. Diese Daten werden gemäß den europäischen Richtlinien an die niederländische Emissionsbehörde (NEa) gemeldet.
Für unsere Kunden bedeutet das: Wir können weiterhin bei unseren bewährten Herstellern einkaufen – mit gleichbleibender Qualität, Kontinuität und Transparenz.
Was ändert sich für unsere Kunden?
Die Liefersicherheit unserer Produkte bleibt wie gewohnt bestehen.
Allerdings bringt die Einführung von CBAM auf längere Sicht Veränderungen mit sich – insbesondere bei den Materialkosten.
Ab 2026 müssen Importeure von Stahl und Aluminium CBAM-Zertifikate erwerben. Der Wert dieser Zertifikate ist an den europäischen CO₂-Preis gekoppelt. Die daraus entstehenden Kosten werden entlang der gesamten Lieferkette weitergegeben – vom Hersteller über den Importeur bis hin zum Endkunden.
Für unsere Kunden bedeutet das konkret: Die Preise für Stahl- und Aluminiumprodukte werden sich im Laufe des Jahres 2026 verändern.
Wir kommunizieren diese Anpassungen frühzeitig und transparent, damit Sie genau wissen, woran Sie sind und Ihre eigenen Prozesse entsprechend planen können.
CBAM bringt neue Regeln für Preisbildung und Berichterstattung, aber keine Risiken für die Lieferungen. Metalwire sorgt dafür, dass diese Veränderungen klar nachvollziehbar bleiben – ohne unerwartete Überraschungen.
Was bedeutet das für die Drahtindustrie?
Die Drahtindustrie arbeitet überwiegend mit Stahl und Aluminium – genau den Materialien, die unter CBAM fallen. Damit betrifft die neue Regelung nahezu alle Stufen der Lieferkette: vom Produzenten über den Verarbeiter bis hin zum Endanwender.
Für europäische Hersteller schafft CBAM fairere Wettbewerbsbedingungen. Unternehmen ohne Zulassung können nach 2026 nicht mehr liefern, was sich auf die Verfügbarkeit und die Preisentwicklung auswirken kann.
Metalwire ist auf diese Veränderungen vorbereitet. Als zugelassener CBAM-Anmelder behalten wir Zugang zu Lieferanten außerhalb Europas und erfüllen gleichzeitig alle europäischen Vorschriften. So können wir unsere Kunden in den Bereichen Recycling, Bau, Handel und Industrie weiterhin zuverlässig, transparent und gesetzeskonform beliefern.
Der nächste Schritt bis 2026
Die Anerkennung als zugelassener CBAM-Anmelder ist für Metalwire ein wichtiger Meilenstein – und, ehrlich gesagt, auch eine Erleichterung. Wir können unsere internationalen Beschaffungswege fortsetzen und gleichzeitig alle europäischen Anforderungen erfüllen. Doch die eigentliche Arbeit beginnt jetzt.
In den kommenden Monaten werden wir unsere Berichts- und Kontrollstrukturen weiter ausbauen, um alle erforderlichen CO₂-Daten unserer Lieferanten rechtzeitig bereitzustellen. Außerdem bleiben wir im engen Austausch mit unseren Partnern und Kunden, um die Auswirkungen von CBAM – etwa auf Preisentwicklung und Materialverfügbarkeit – offen zu kommunizieren.
Unser Ziel ist nicht nur die Einhaltung der Vorschriften, sondern vor allem Klarheit und Verlässlichkeit. Unsere Kunden sollen wissen, was sich ändert, was das bedeutet und wie wir stabile Lieferungen gewährleisten. CBAM verändert die Regeln der Berichterstattung und Beschaffung – aber nicht unser Versprechen: konstante Qualität, klare Kommunikation und Liefersicherheit.
Mehr Informationen
Möchten Sie mehr über CBAM und die Auswirkungen auf Ihre Drahtprodukte erfahren? Metalwire ist offiziell als zugelassener CBAM-Anmelder bestätigt und verfolgt die Entwicklungen aufmerksam.
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